Nevada Gewinner: Clinton/Romney
Der erste Wüstenstaat ist an der Reihe. Nevada ist eine Wüste von der Größe der alten Bundesrepublik, in der man eine Millionenmetropole (Las Vegas) und eine einzige Kleinstadt (Carson City) künstlich am Leben erhält; hier konzentrieren sich 98% der Bevölkerung. Der Rest des Staates ist dünner besiedelt als Grönland.
Nevada wählt in den Präsidentschaftswahlen tendenziell eher republikanisch, stimmte jedoch mehrheitlich für John F. Kennedy, Lyndon B. Johnson und – beide Male – für Bill Clinton. Im Fall einer Nominierung hätte Hillary hier daher äußerst gute Karten.
In den Primaries schlägt sie Barack mit 51 zu 45%, John Edwards landet mit 4% abgeschlagen auf Platz drei. Doch wieder kommen Obama die eigenwilligen Spielregeln der Staaten zu Gute: auf Grund der proportionalen Verteilung der Stimmen nach Wahlbezirken in Nevada gewinnt er 13 Stimmen (plus einen vorher bestimmten super delegate), und hat damit erneut genauso viele Stimmen wie Hillary.
Mitt Romney siegt haushoch, auf Platz zwei landet überraschenderweise Ron Paul, dicht gefolgt von McCain, Huckabee und Thompson. Giuliani geht zum fünften Mal in Folge leer aus und lässt über seinen Wahlkampfmanager verbreiten, sich jetzt voll und ganz auf den Superwahltag am 5. Februar zu konzentrieren, um dann “in Florida als Favorit das Rennen klar zu machen”. Übersetzt heißt das: er kämpft ums politische Überleben.
South Carolina Gewinner: Obama/McCain
South Carolina lässt die Nation aufhorchen: Favorit John Edwards wird selbst in seiner Heimat nur Dritter (18%), und Hillary Clinton (27%) wird von Barack Obama (55%) deklassiert. Bei den Präsidentschaftswahlen ist und bleibt South Carolina für Demokraten jedoch hartes Brot; der letzte Kandidat, der hier punktete, war John F. Kennedy.
Als klassischer bible belt-Staat ist South Carolina voll von konservativen evangelikalen Christen, in deren Augen man statt Hillary Clinton genauso gut den Teufel persönlich aufstellen könnte. Und auch für einen Präsidenten Obama wäre eine Mehrheit hier keineswegs sicher: zwar ist jeder dritte Einwohner South Carolinas schwarz, jedoch haben die neuesten Umfragen gezeigt, dass Obama in erster Linie bei weißen Studenten und Besserverdienern Unterstützung findet. In den Blogs wird außerdem diskutiert, wie “schwarz” Obama nach seiner Blitzkarriere überhaupt noch ist.





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